Die Meck-Schweizer

Oktober 7, 2025, gepostet in Uncategorized🌳 News vom Agroforst-Acker in Gessin

Vor rund zwei Jahren haben wir unseren Acker in Gessin zu einem Agroforstsystem umgestaltet – und gleichzeitig mit der Ökoumstellung begonnen. Seitdem hat sich unglaublich viel getan! 🌱

🐦 Ein Paradies für Tiere

Unser Agroforst hat sich zu einem echten Hotspot für Artenvielfalt entwickelt. Viele Tiere fühlen sich bei uns richtig wohl – darunter Silberreiher, Feldlerchen, Braunkehlchen, Sumpfohreulen, Kraniche, Turmfalken, Rohrweihen, Füchse, Rehe, Schwalbenschwänze und sogar zehn verschiedene Fledermausarten.

Und natürlich: unsere Hühner!

Was uns besonders begeistert: Schon kurz nachdem wir auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtet haben, hat sich die Pflanzenvielfalt explosionsartig vermehrt. Mehr Pflanzen bedeuten mehr Deckung und Nahrung – vor allem für Mäuse. Und die haben sich das nicht zweimal sagen lassen. 😉

🐭 Der Acker – ein Mäuseparadies

Inzwischen sieht der Boden stellenweise aus wie ein Schweizer Käse – ein Zeichen dafür, dass sich die Mäuse richtig wohlfühlen. Und das hat erstaunlich viele positive Seiten:

Bodenlockerung & Durchlüftung

Die Gänge der Mäuse wirken wie kleine Drainagen. Sie belüften den Boden, verbessern den Wasser- und Sauerstoffaustausch und fördern das Wurzelwachstum sowie die Aktivität von Regenwürmern und Mikroorganismen.

Bessere Wasserversickerung

Bei Regen kann das Wasser schneller versickern – das verringert Erosion, vor allem auf schweren Böden wie Lehm oder Ton.

Humusaufbau

Mäuse tragen Pflanzenreste und Samen in tiefere Bodenschichten. Das fördert langfristig den Humusaufbau – ähnlich wie bei Regenwürmern.

Natürlich gilt: Ein paar Mäuse sind ökologisch wertvoll, zu viele können aber agrarisch problematisch werden, wenn sie Wurzeln anfressen oder die Struktur des Ackers schwächen.

🦅 Hilfe von oben

Doch die Natur hat sofort reagiert: Mit den Mäusen kamen die Greifvögel.
Damit sich die Turmfalken, Weihen und Co. beim Jagen nicht auf die jungen Bäumchen setzen (und sie abbrechen), haben wir 38 Sitzwarten aufgestellt.

Unsere FÖJlerin Nele hat das Ganze noch schöner gemacht: Sie hat 20 Nistkästen für Singvögel gebaut und an den Sitzwarten angebracht. 🪶
Wer dort wohl als Erstes einzieht? Wir sind schon gespannt!

Den Bau der Nistkästen hat Nele liebevoll dokumentiert – und unterstützt wurde das Projekt von der AKB-Stiftung, die uns dieses kleine, aber feine Artenschutzprojekt ermöglicht hat. Vielen Dank dafür! 💚

🌾 Fazit

Was auf unserem Agroforst-Acker passiert, zeigt einmal mehr, wie schnell sich Natur erholt, wenn man ihr Raum gibt.
Ein funktionierendes Ökosystem reguliert sich selbst – mit all seinen kleinen und großen Bewohnern.

Wir bleiben dran, beobachten, lernen und freuen uns über jedes neue Leben, das bei uns einzieht.
Mal sehen, wer als Nächstes kommt … 🦋

verfasst von katerstets

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Letzte Blogbeiträge

Brutvögel im Agroforst Gessin: Erfolge 2025 & 2026

Brutvögel im Agroforst Gessin – Kartierungen 2025 und 2026 Das ProjektAuf der Agroforstfläche in Gessin wurden in den Jahren 2025 und 2026 Brutvogelkartierungen durchgeführt. 

Dazu erfolgten in beiden Jahren von März bis Juni an jeweils fünf Terminen Kartier-Begehungen. Das Ziel: dokumentieren, welche Vogelarten die junge Agroforstlandschaft bereits als Lebensraum, Nahrungsquelle oder Brutplatz nutzen – und…

Weiterlesen
Veganer Yoga Brunch auf dem Mittelhof Gessin

YOGA BRUNCH REGIONAL Liebe Yogafreunde, wir freuen uns, euch zu einem ganz besonderen Event einzuladen – unserem regionalen und vegetarischen Yogabrunch in Gessin! Dieser Brunch ist perfekt für alle, die gerne Yoga praktizieren und sich gleichzeitig mit köstlichen, gesunden Speisen verwöhnen lassen möchten. Unser Yogastil für diesen Tag ist Vinyasa, ein fließender und dynamischer Stil,…

Weiterlesen
Vom Mecklenburger Störtebekerland ins oberfränkische Mistelgau – was für eine Reise! 

Als wir mit Marktregio in Mecklenburg-Vorpommern starteten, war unser Traum immer: Direkte, faire Beziehungen zwischen Landwirten und Küchen – ohne Umwege, ohne Preisdiktat, mit Wertschätzung auf beiden Seiten. Dass wir diesen Traum nun im Rahmen der Bio-Regio-Woche Oberfranken (20.–24. Juli 2026) in eine ganz andere Region exportieren durften, macht uns unglaublich stolz und dankbar. Gemeinsam…

Weiterlesen